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Archiv für Dezember, 2008

Sascha Lino Lemke

Der am 1976 in Hamburg geborene Sascha Lemke studierte Komposition, elektronische Musik und Musiktheorie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, dem Lüneburger EULEC und dem Conservatoire national superieur de musique et de danse de Paris. Anschließend wurde vom Komitee des IRCAM (Institut de recherche et coordination acoustique musique) für den Jahreskurs für Computermusik und Komposition ausgewählt, den er 2004/5 in Paris absolvierte.
Seit 2007 ist er als Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg tätig, wo er Analyse und Computermusik sowie Musiktheorie unterrichtet. Seit 2008 lehrt er ebenfalls an der Lübecker Musikhochschule Musiktheorie und Analyse. Sascha Lino Lemke erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen.
Während seines Hauptstudiums war er Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Bei den Darmstädter Ferienkursen 2002 wurde er mit dem Kranichsteiner Stipendienpreis ausgezeichnet, und 2003 erhielt er das dem Bachpreis-Stipendium der Stadt Hamburg sowie das Dresdner MusikStipendium. Sein Orchesterwerk „…comme une berceuse…“ wurde für die Saarbrücker Komponistenwerkstatt ausgewählt und vom Orchester des Saarländischen Rundfunks uraufgeführt. Bei der Gaudeamus Music Week 2007 erhielt er zusammen mit Marcia Lemke-Kern, mit der er als duo con:fusion Kompositionen mit theatralischen und live-elektronischen Anteilen zur Aufführung bringt, den 1. Preis der European Live-Electronic Competition der ECPNM für die multimediale Gemeinschaftskomposition #Un4Scene#. Für Sommer 2009 erhielt er von der Bundeskulturstiftung ein Stipendium für Casa Baldi in Italien.

Manfred Stahnke

Manfred Stahnke, 1951 in Kiel geboren. Frühes Interesse für Malerei, Stimmungssysteme und Improvisation (Klavier). Studierte ab 1966 in Lübeck, Freiburg, Hamburg und in den USA Komposition und Musikwissenschaft. 1979 Dr. phil. in Hamburg, bei Constantin Floros über Pierre Boulez. Hauptlehrer Wolfgang Fortner, Klaus Huber, Ben Johnston und vor allem György Ligeti. Seit 1989 Professor für Komposition und Musiktheorie an der Musikhochschule Hamburg. 1992 Mitbegründer des Ensembles Chaosma. Buchherausgeber „Musik – nicht ohne Worte“ (Dozenten der Hochschule), „Mikrotöne und mehr“ (über die Ligetiklasse in Hamburg), „Den Ton finden“ (Sammlung eigener Schriften). Seit 1999 Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg. Werke: Streichquartette / Kammeropern, u.a. „Orpheus Kristall“ Münchener Biennale 2002 / Orchesterwerke, u.a. „trace des sorciers“ (Spur der Zauberer) SWR 1997 / 2 Konzerte: „Saxophone Symphony“ 2003 / „Violinsinfonie“ 2006 / „HinterHofMusick“ für Orchester in Skordatur 2008 / diverse Kammermusiken.

Georg Hajdu

Georg Hajdu, geboren 1960 in Göttingen, gehört zu den ersten Komponisten seiner Generation, die sich systematisch der Verbindung von Musik, Naturwissenschaft und Informatik verschrieben haben. Nach Studien in Köln und, als DAAD-Stipendiat, am Center for New Music and Audio Technologies in Berkeley, promovierte er mit der multimedialen Oper „Der Sprung“ (Libretto: Thomas Brasch). Er gründete 1996 nach weiteren Aufenthalten am IRCAM und dem ZKM zusammen mit seiner Frau, der Pianistin Jennifer Hymer, das Ensemble WireWorks, das sich auf die Live-Aufführung elektroakustischer Musik spezialisiert hat. Neben seinen Werken, die von namhaften Ensembles und Interpreten gespielt und mehrfach mit Preisen ausgezeichnet worden sind, schrieb er Publikationen zu verschiedenen Themen im Grenzbereich von Musik und Naturwissenschaft. Zu seinen Interessens- und Forschungsgebieten gehören Multimedia, Mikrotonalität, algorithmische Komposition, Echtzeit-Interaktion und der Einsatz von Netzwerken in der Musik. Seit 2002 ist Georg Hajdu Professor für multimediale Komposition an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg.

Marc Sabat

Der kanadische Komponist und Audiokünstler Marc Sabat lebt seit 1999 in Berlin. Er macht Installationen, Videos und Konzertmusik mit akustischen und elektronischen Instrumenten, oft auch in Zusammenarbeit mit Bildenden Künstlern. Seine Arbeiten beziehen sich auf amerikanischen Folk und experimentelle Musik, Psychoakustik, Neuen Spektralismus und Minimal Art, und werden international im Rundfunk und auf Festivals präsentiert (u.a. Donaueschinger Musiktage, MaerzMusik, Darmstadt, Carnegie Hall).
Im kommenden Jahr gibt es Retrospektiven seines Werks in Buenos Aires, Basel und Berlin, ferner das video-ballet „Father’s suit and watch“ (Trio Scordatura, Amsterdam), das Filmprojekt mit Peter Sabat „Hairy Hippy Happy“ und eine neue Arbeit mit Lorenzo Pompa für computergesteuerte Drumsets und E-Gitarre. Zusammen mit der Künstlerin Mareike Lee kuratiert er die Reihe „zwielicht“ im A trans Pavilion in den Hackeschen Höfen, Berlin.
Sabat studierte an der University of Toronto, der Juilliard School in New York und privat bei Malcom Goldstein, James Tenney und Walter Zimmermann. Er lehrt Komposition, Akustik und Experimentelle Intonation an der Universität der Künste Berlin und war Gastdozent am Califonia Institute of the Arts, an der Escola Superior in Barcelona und am Conservatoire de Paris.


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