{"id":5938,"date":"2025-04-23T13:02:02","date_gmt":"2025-04-23T12:02:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.reihe-m.de\/?p=5938"},"modified":"2025-05-05T07:21:53","modified_gmt":"2025-05-05T06:21:53","slug":"4-internationales-koelner-livelooping-festival-y2k25","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.reihe-m.de\/?p=5938","title":{"rendered":"4. Internationales K\u00f6lner LiveLooping Festival (Y2K25)"},"content":{"rendered":"\n<p>Samstag \/ 17 h (p\u00fcnktlich) \/ Einlass 16 h<br>5. Juli 2025<br>LOFT Wissmannstr. 30, K\u00f6ln<br>Eintritt: 14\/7,\u2014 EUR<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>5 Stunden Musik nonstop<br>9 Solomusiker*innen und 1 Duo <br><br>Mit:<br><strong>17:00 \u2014 Michael Peters<\/strong><br> (guitar): Minimalism\/Glitch<br><strong>17:30 \u2014 Michael Frank<\/strong><br> The Absurd Loops (guitar, vocals): Experimental\/Song<br><strong>18:00 \u2014 Leander Reininghaus <\/strong><br>Hydrascapes (synth): Fluid\/Drone\/Minimalist<br><strong>18:30 \u2014 Raimund Gitsels<\/strong><br>Gee and the Plastic Strings (violin): Ambient\/Song\/Noise<br><strong>19:00 \u2014 Julia Kotowski<\/strong><br>Beltership: Electroacoustic Sound Sculptures<br><strong>19:30 \u2014 Juan Carrizo (AR)<\/strong><br>dada (guitar): Progressive\/Ambient<br><strong>20:00 \u2014 Emmanuel Reveneau (F)<\/strong><br>The Fumid Strain Retroactive Project (custom software, gramophone): Concrete Jazz<br><strong>20:30 \u2014 David Tristram (USA)<\/strong><br>Ancient Sponge (electronics, computer visuals): Ambient\/Minimalism<br><strong>21:00 \u2014 Nelly Lavergne (F)<\/strong><br>Nellyla (vocals, keyb, perc): French Song\/Electro-Pop\/Organic<br><strong>21:30 \u2014 Bernd Keul &amp; Maurits Boreel (NL)<\/strong><br>online grouplooping (bass\/violin)<\/p>\n\n\n\n<p>Live-Videoprojektionen: David Tristram<br>Programm: Michael Peters\/Michael Frank<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits zum vierten Mal (nach 2008, 2011 und 2013) findet das internationale LiveLooping-Festival in K\u00f6ln statt. Mit Hilfe von digitalen LiveLooping-Ger\u00e4ten k\u00f6nnen Musikerinnen ein paar Sekunden oder Minuten ihrer live gespielten Musik aufnehmen, diese sofort als Schleife (Loop) wiedergeben, dabei auch noch gleichzeitig weiter aufnehmen, so dass immer komplexere Schichten von Kl\u00e4ngen entstehen. LiveLooping-Solomusiker*innen k\u00f6nnen sich auf diese Weise in Echtzeit selbst vervielf\u00e4ltigen; dabei gibt es keine stilistischen Begrenzungen: viele Arten von Musik k\u00f6nnen mit Hilfe von LiveLooping aufgef\u00fchrt werden, vom Folksong \u00fcber Ambient, Rock und Jazz bis zur Avantgarde-Klangforschung.<\/p>\n\n\n\n<p>17:00<br>Michael Peters ist ein Gitarrist aus K\u00f6ln (er lebt jetzt \u00f6stlich von K\u00f6ln auf dem Land, in der N\u00e4he des Ortes, an dem Karlheinz Stockhausen den gr\u00f6\u00dften Teil seines Lebens verbrachte). Sein musikalisches Schaffen bewegt sich gr\u00f6\u00dftenteils abseits des Mainstreams und l\u00e4sst sich nur schwer kategorisieren (das WIRE-Magazin hat zwei seiner Alben in der Rubrik \u201eOuter Limits\u201c besprochen). Der gr\u00f6\u00dfte Teil von Michaels Gitarrenspiel basiert auf Improvisation und wird in der Regel durch elektronische Effekte, Midi und Livelooping-Techniken erweitert, manchmal unter Verwendung der klassischen \u201eFrippertronics\u201c-Methode, die auf Tape Delay basiert. Seine Solowerke beinhalten Ambient-\/Experimental-Gitarrenmusik, aber auch Klangcollagen, algorithmische Musik und Field Recordings. Er hat in Punkbands, Ambient-Projekten, Avant-Rock-Bands und offenen Improvisationsgruppen gespielt.<br><a href=\"https:\/\/www.michaelpeters.de\">www.michaelpeters.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>17:30<br>Michael Frank spielt seit 1971 Gitarre und gr\u00fcndete 1984 die Band The Absurd. Seit 1997 besch\u00e4ftigt er sich mit den M\u00f6glichkeiten digitaler Loop-Pedale bei Improvisation und Komposition \u2013 als Solist oder im<br>Gruppenkontext. Dabei entstehen Songstrukturen, dissonante Klangfelder oder sph\u00e4rische Glissandofl\u00e4chen. Gelegentlich singt Michael Frank dazu.<br><a href=\"https:\/\/www.theabsurd.de\">www.theabsurd.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>18:00<br>Leander Reininghaus: Der Berliner Komponist und Multiinstrumentalist erf\u00fcllte sich in seinen 60ern einen Kindheitstraum: Er kaufte sich einen Hardware-Synthesizer. Nachdem er tief in die Eingeweide des neuen Ger\u00e4ts eingetaucht war, stellte er nicht ohne \u00dcberraschung fest: Das Ding kann loopen. Jetzt ist er bereit, seine neue fluid-drone-minimalistische Performance auf dem K\u00f6lner Loopfestival zu pr\u00e4sentieren, nur mit dem Synthesizer, ohne Pedale oder Apps.<br><a href=\"https:\/\/leanderreininghaus.bandcamp.com\">leanderreininghaus.bandcamp.com<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>18:30<br>Raimund Gitsels &#8211; Gee and the Plastic Strings: Seit seinem siebten Lebensjahr klassisch ausgebildet, lernte Raimund Gitsels bald, seine Geige mit Tonabnehmern, Effektpedalen und einem Gitarrenverst\u00e4rker zu bearbeiten. Einige Zeit sp\u00e4ter pendelte er zwischen Sinfonieorchestern, Punk-, Pop- und Progressiv-Rock-Bands. Neben seiner T\u00e4tigkeit als Geigenlehrer spielt Raimund derzeit mit dem E-Geigen-Ensemble \u201eViolet Quartet\u201c, der Industrial Fake Jazz Band \u201eOctafish\u201c und dem Ambient Electro Duo \u201eMA:RA\u201c. Mit seinem Geigen-Live-Looping-Solo \u201eGee and the Plastic Strings\u201c kombiniert er eine Vielzahl von elektrischen Geigenkl\u00e4ngen mit loop-phrasierten Songstrukturen und freier noisiger Ambience.<br><a href=\"https:\/\/www.geeandtheplasticstrings.de\">www.geeandtheplasticstrings.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>19:00<br>Julia Kotowski: Beltership erforscht elektroakustische Klanglandschaften in Performances, die den Zuh\u00f6rer \u00fcber den Rand der Erdanziehungskraft hinaus tragen. Der Ger\u00e4tepark besteht gr\u00f6\u00dftenteils aus selbstgebauten Instrumenten Ger\u00e4uschboxen und seltsamen Saiteninstrumenten aus Schrott, der meist auf den Stra\u00dfen Berlins gefunden wurde &#8211; die mit Mikrofonen und Piezoelementen ausgestattet sind und dann durch Effekte und Loop-Maschinen gef\u00fcttert werden. Der Prozess und das Ziel, ihn sichtbar zu machen, stehen immer im Mittelpunkt: sowohl bei der Erstellung der Klangskulpturen als auch bei den improvisierten Live-Performances. Beltership ist auf einer bescheidenen, offenen Erkundungsmission und l\u00e4dt das Publikum ein, mitzukommen. Noch in den Anf\u00e4ngen, doch letztlich vielleicht, um k\u00fchn dorthin zu gehen, wo noch niemand zuvor gewesen ist. Mal ein weiter, meditativer Raum, mal ein entropischer Abstieg in den L\u00e4rm, dann wieder musikalische Strukturen in Rhythmus und Melodie kurz auftauchen lassend, bevor sie sich wieder aufl\u00f6sen. Beltership versucht, subtile erz\u00e4hlerische B\u00f6gen in den vielschichtigen Loopsph\u00e4ren zu finden, die sie erschafft.<br><a href=\"https:\/\/juliakotowski.de\/bltrshp\/\">juliakotowski.de\/bltrshp\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>19:30<br>Juan Carrizo ist ein Gitarrist, Komponist und Live-Looping-K\u00fcnstler aus Patagonien, Argentinien. Seine Musik bewegt sich in einem breiten Spektrum von Genres &#8211; von Metal bis Fusion und von Progressive Rock bis zu experimentellen Klanglandschaften. Seine Herangehensweise kombiniert Improvisation mit Live-Technologie und schafft so immersive und dynamische Atmosph\u00e4ren. \u201edada\u201c ist Juan Carrizos Live-Looping-Projekt, bei dem er die Interaktion zwischen mit Gitarreneffekten \u00fcberlagerten Kl\u00e4ngen und Echtzeit-Visualisierungen erforscht. Durch eine organische Konstruktion von Loops verschmilzt er elektronische Texturen mit Elementen des Progressive Rock. Jede Performance ist einzigartig und verbindet Improvisationen mit suggestiven Strukturen und einer immersiven audiovisuellen Erfahrung.<br><a href=\"https:\/\/www.juancarrizo.com\">www.juancarrizo.com<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>20:00<br>Emmanuel Reveneau: Das &#8222;Fumid strain retroactive project&#8220; ist ein Avatar des &#8222;Daisy-chain repetitive project&#8220;, selbst ein Avatar des &#8222;Stupid brain iterative project&#8220;, selbst ein Avatar des &#8222;Mucid vain hypoactive project&#8220;, selbst ein Avatar des &#8222;Funky game performative project&#8220;, selbst ein Avatar des &#8222;Lucid brain integrative project&#8220; \u2026 Die Musik konzentriert sich auf Improvisation und Echtzeit-Orchestrierung unter Verwendung einer Grundausstattung an Instrumenten, die alle aus der Vergangenheit stammen, sowie eines Grammophons. Erreicht wird dies durch den Einsatz einer hausgemachten Software namens NOundo, die mit r\u00fcckwirkenden Prozessen ges\u00e4ttigt ist. Man kann es konkreten Jazz nennen.<br><a href=\"https:\/\/thelucidbrain.bandcamp.com\/\">thelucidbrain.bandcamp.com\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>20:30<br>David Tristram ist Musiker und Videok\u00fcnstler und lebt in Santa Cruz, Kalifornien. David Tristram macht seit vielen Jahren Videoperformances f\u00fcr das Y2K International Live Looping Festival und andere Festivals, wobei er eigene Software und Instrumente verwendet. Sein Ensemble f\u00fcr improvisierte elektronische Ambient-Musik Autumnal Rune tritt regelm\u00e4\u00dfig auf, und er ver\u00f6ffentlicht Musik als Ancient Sponge. David arbeitet international und hat mit Herbie Hancock, Graham Nash und The Grateful Dead<br>zusammengearbeitet.<br><a href=\"https:\/\/www.tristram.com\">www.tristram.com<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>21:00<br>Nellyla spielt mit Worten &#8211; ihren eigenen und denen von anderen. Mit ihrem unverzichtbaren Looper, Percussion, Keyboard und Ukulele, den F\u00fc\u00dfen auf dem Boden und dem Herz in der Bl\u00fcte webt sie Poesie aus der Spontaneit\u00e4t des Alltags &#8211; eine spielerische Herausforderung an das Gew\u00f6hnliche. Ihre Lieder sind luftig, wortreich und strukturiert und bewegen sich sanft vom zutiefst Pers\u00f6nlichen zum universell Gemeinsamen.<br><a href=\"https:\/\/linktr.ee\/nellylamusic\">linktr.ee\/nellylamusic<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>21:30<br>Bernd Keul &amp; Maurits Boreel<br>Bernd Keul (K\u00f6lner Bassist, Theatermusik-Komponist und Weltmusiker) und Maurits Boreel (Violinist und Musiktechnologie-Entwickler aus den Niederlanden) machen Livelooping zusammen (also: Grouplooping) &#8211; synchronisiert \u00fcbers Internet oder live im gleichen Raum.<br><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/@berndkeul\">www.youtube.com\/@berndkeul<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Was ist LiveLooping?\u2028 Mit Hilfe von digitalen LiveLooping-Ger\u00e4ten k\u00f6nnen Musikerinnen ein paar Sekunden oder Minuten ihrer live gespielten Musik aufnehmen, diese sofort als Schleife (Loop) wiedergeben, dabei auch noch gleichzeitig weiter aufnehmen, so dass immer komplexere Schichten von Kl\u00e4ngen entstehen. LiveLooping-Solomusikerinnen k\u00f6nnen sich auf diese Weise in Echtzeit selbst vervielf\u00e4ltigen; dabei gibt es keine stilistischen Begrenzungen: viele Arten von Musik k\u00f6nnen mit Hilfe von LiveLooping aufgef\u00fchrt werden, vom Folksong \u00fcber Ambient, Rock und Jazz bis zur Avantgarde-Klangforschung. Im Juli 1963 fand das erste LiveLooping-Konzert der Welt statt: der amerikanische Minimalist Terry Riley benutzte bei einem Konzert in Paris zwei Tonbandmaschinen, um den Live-Klang des Chet-Baker-Ensembles zu vervielf\u00e4ltigen. Heute ist LiveLooping eine von vielen Musikerinnen benutzte Technik, st\u00e4ndig kommen neue Loop-Ger\u00e4te und entsprechende Softwareprodukte auf den Markt. Seit 2000 organisiert Rick Walker in jedem Jahr mehrt\u00e4gige internationale LiveLooping-Festivals in Kalifornien, auf denen Dutzende von Musikerinnen ausschlie\u00dflich Musik spielen, in der LiveLooping das zentrale stilistische Element darstellt. \u00c4hnliche, kleinere Festivals gibt es in vielen amerikanischen und europ\u00e4ischen St\u00e4dten; drei internationale LiveLooping-Festivals haben bisher in K\u00f6ln stattgefunden (2008 und 2011 jeweils im K\u00f6lner LOFT und 2013 in der Alten Feuerwache).<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>5. 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