3. Internationales Kölner LiveLooping Festival (Y2K13)

27. Juli 2013 / Samstag / 18 h
Alte Feuerwache, Köln

Einlass: 17 h

Bereits zum dritten Mal (nach 2008 und 2011) findet das internationale LiveLooping-Festival in Köln statt.

5 Stunden Musik nonstop
9 Solomusiker und 1 Duo für jeweils eine halbe Stunde, ohne Pause dazwischen

Mit:
Michael Peters (D), guitar, electronics
Violalex (Alexander Meyen) (D), electric violin
The Redundant Rocker (Bernhard Wöstheinrich) (D), synth
Andreas Willers (D), guitar + Thomas Heberer(D), trumpet
The Lucid Brain Integrative Project (Emmanuel Reveneau) (F), synths/guitars
Steve Moyes (UK), cello, electric guitar
Sylvain Poitras (Can), trombone, electronics
Laurie Amat (USA), voice
Rick Walker (USA), percussion & electronics
Amy X Neuburg (USA), synths & vocals

Was ist LiveLooping?
Mit Hilfe von digitalen LiveLooping-Geräten können Musiker ein paar Sekunden oder Minuten ihrer live gespielten Musik aufnehmen, diese sofort als Schleife (Loop) wiedergeben, dabei u.U. auch noch gleichzeitig weiter aufnehmen, so dass immer komplexere Schichten von Klängen entstehen – man könnte von Echtzeit-Mehrspuraufnahmen sprechen. Ein LiveLooping-Solomusiker kann sich auf diese Weise live selbst vervielfältigen; dabei gibt es keine stilistischen Begrenzungen: viele Arten von Musik können mit Hilfe von LiveLooping aufgeführt werden, vom Folksong über Ambient, Rock und Jazz bis zur Avantgarde-Klangforschung.

LiveLooping wird in diesem Jahr 50 Jahre alt – im Juli 1963 fand das erste LiveLooping-Konzert der Welt statt: der amerikanische Minimalist Terry Riley benutzte bei einem Konzert in Paris zwei Tonbandmaschinen, um den Live-Klang des Chet-Baker-Ensembles zu vervielfältigen. (Riley wurde in den 1960ern mit seinem ersten minimalistischen Werk „In C“ und durch sein hypnotisch-meditatives LiveLooping-Album „A Rainbow in Curved Air“ bekannt.) In den 1970er Jahren wurde Livelooping einem breiteren Rockmusik-Publikum durch die Zusammenarbeit des Ambient-Musik-Erfinders Brian Eno mit dem King-Crimson-Gitarristen Robert Fripp bekannt („No Pussyfooting“). Heute ist LiveLooping eine von vielen Musikern benutzte Technik, ständig kommen neue Loop-Geräte und entsprechende Softwareprodukte auf den Markt.

Seit 2000 finden in jedem Jahr mehrtägige internationale LiveLooping-Festivals in Kalifornien statt, auf denen Dutzende von Musikern ausschließlich Musik spielen, in der LiveLooping das zentrale stilistische Element darstellt (organisiert von Rick Walker, der auch im Juli in Köln spielen wird). Ähnliche, kleinere Festivals gibt es in vielen amerikanischen und europäischen Städten; zwei internationale LiveLooping-Festivals haben bisher in Köln stattgefunden (2008 und 2011 jeweils im Kölner LOFT).
www.livelooping.de

 

 

Programm: Michael Peters

reiheM – Konzertreihe für Gegenwartsmusik, Elektronik und neue Medien wird veranstaltet von Mark e.V. und gefördert durch das Kulturamt der Stadt Köln und vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen. Kompositionsauftrag der Kunststiftung NRW.