Klangwart / Cheb Del Grande

Mittwoch / 20 h (Einlass: 19:30 h)
9. September 2026
674.fm Konzertraum Ubierring 13, 50678 Köln
Eintritt: 15/10,– €

Klangwart
Ein Musikjournalist bezeichnete sie einst als „Elder Statesmen des Neo-Krautrock“. Passender wäre vielleicht die Bezeichnung „Under-Statesmen“, denn Minimalismus und Understatement sind zentrale Elemente des Klangwart-Projekts, das vor 1996 vom Musiker und Autor Timo Reuber sowie vom DJ und Staubgold-Labelmanager Markus Detmer gegründet wurde. Alle paar Jahre erscheint das Duo scheinbar aus dem Nichts, veröffentlicht ein durchweg von der Kritik gelobtes Klangwart-Album, gibt ein paar Konzerte und verschwindet dann wieder. Das mag wie Harakiri wirken, da es allen gängigen Regeln des Musikmarkts widerspricht. Doch dahinter steckt eine tiefe Sehnsucht nach wahrhaftigem Ausdruck an der Grenze zwischen Avantgarde und Unterhaltung. Im Herbst 2026 werden Klangwart pünktlich zum 30-jährigen Bestehen ihr neues Album „Wildnis“ veröffentlichen. Neben Markus Detmer und Timo Reuber ist der französische Schlagzeuger und Saxofonist Sébastien del Grande beteiligt. Live werden sich Klangwart als Trio mit Elektronik, Turntables, Saxofon und Percussion präsentieren.

Cheb Del Grande
Der Saxophonist, Schlagzeuger, Pianist und Soundpainter Cheb Del Grande präsentiert sein multi-instrumentales Solo-Set – eine Klangreise zwischen freier Improvisation, Elektronik und Klangpoesie. Er absolvierte Ende der 90er Jahre eine Ausbildung in freier Improvisation bei Instants Chavirés und studierte Jazz bei Sunny Murray und John Betsch in Paris, wo er an der Seite von Bertrand Denzler und Rassul Siddick spielte. 2005 zog er nach Südfrankreich, um mit dem Avantgarde-Saxophonisten John Tchicai zusammenzuarbeiten und baute seine Kooperationen aus: mit dem Pionier der Outsider-Musik Pascal Comelade, der experimentellen Elektronik von Markus Detmer, dem psychedelischen Rock von Jack Of Heart, Performances mit der Dichterin Laura Vasquez und Filmkonzerten – „Der Golem“, „Les Vampires“, „ No Future‘ –, zu denen ein neues Projekt rund um Häxan hinzukam. Er leitet zudem das GORI, ein Ensemble aus neun Improvisatoren, und nutzt Soundpainting als Werkzeug für kollektives Schaffen.

staubgold.bandcamp.com/album/bogot