G*Park / Eric Cordier

29. April 2017
Stadtgarten Saal

Samstag / 20:30 h

 

 

G*Park (Marc Zeier, CH)

– BIOTA (psycho acoustic musique concrète)

Genuin vertraut mit den Methoden der Musique Concrète bewegen sich die Kompositionen von G*Park, die vollständig aus Fieldrecordings entstehen, zwischen Geräuschmusik, Post-Industrial, Soundscape Composition, Dark Ambient und Noise. Durch umfangreiche Prozessierung und eine elaborierte Montage produziert Marc Zeier ein seltsam faszinierendes, partiell beunruhigendes oder verstörendes Klanggeschehen. Dieses entzieht sich dabei einer klaren Zuordnung. Wechselweise überlagern sich darin subtile atmosphärische Konfrontationen, irritierende psychische Zustände, starke energetische Resonanzen und bisweilen traumatische Szenarien. Zeier, ehemaliges Mitglied der Schimpfluch-Gruppe, entwickelt seine Solowerke einer aktualisierten „psycho acoustic musique concrète“ durch ein präzises Zusammenspiel von fließenden Schichtungen, Abrissen, Brüchen und perspektivischen Kontrastierungen.

 

 

Eric Cordier (F)

– Sounds of Saturn

In Kooperation mit dem CNES (Centre national d’études spatiales) und basierend auf den Daten und Aufnahmen der Cassini-Huygens-Mission zum Saturn, entwickelte Eric Cordier eine psychedelisch-spektrale Musik in Analogie zu den Veränderungen innerhalb der Magnetosphere des Planeten, welche die dort beobachtete Dynamik zwischen permanentem Wandel und Stasis aufgreift.

– Chair du Bagne / Flesh of the Penal Colony

Das durch den Roman „Papillon“ bekanntgewordene Straflager in Saint-Laurent-du-Maroni (Französisch-Guyana) besuchte Eric Cordier in 2014. Während einer zweimonatigen Residenz produzierte er vor Ort aus Fieldrecordings, noch erhaltenen Aufnahmen von Gefangenen und Zeitzeugenberichten eine eindringliche Reflexion über die „Malaise“ dieses Ortes, die in den heutigen Ruinen immer noch gegenwärtig ist.

 

 

www.tochnit-aleph.com/g-park
www.discogs.com/artist/221369-GPark
www.ericcordier.fr

 

 

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